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Social Media und ihre Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung

 rene –  12. Nov. 2013 12:22

Mit SMO (Social Media Optimization) und SMM (Social Media Marketing) geistern seit einiger Zeit neue Abkürzungen durch die SEO-Szene. So mancher sieht sogar schon das Ende der klassischen Suchmaschinenoptimierung nahen und feiert SMO als neuen zentralen Ansatzpunkt beim Websitemarketing.

Es ist zwar richtig, dass, vor allem auf Tablets und Smartphones, Webseiten immer häufiger über Social Media entdeckt und angewählt werden, aber ein Großteil der Besucher wird aktuell immer noch über Suchanfragen bei Google generiert. Außerdem haben es kleine SMOUnternehmen, die lediglich Nischenprodukte vertreiben, ungleich schwerer, sich in den sozialen Netzwerken vorteilhaft zu vermarkten.

Von einem Machtwechsel kann also (noch) nicht die Rede sein. Es ist inzwischen jedoch zumindest ratsam, auf SEO und SMO gleichermaßen zu setzen und sie als ineinandergreifende Räder aufzufassen, die ein fester Bestandteil im Marketingmechanismus jeder modernen Webseite sind.

Die Möglichkeiten von SMO

Facebook, Google+ und andere soziale Netzwerke wachsen stetig, wodurch sich auch ihre Bedeutung für das Marketing immer weiter erhöht. Daher sind gezielte Optimierungsmaßnahmen am Unternehmensauftritt in den sozialen Netzwerken inzwischen keine Seltenheit mehr, jeder größere Konzern verfügt mindestens über umfangreiche Firmenseiten bei Facebook und Google+.

Diese Entwicklung zeigt, dass SMO für viele erfolgreiche Unternehmen bereits ein fester Bestandteil der Offpage-Optimierung ist. Hierfür gibt es vor allem zwei Gründe:

1. Linkbuilding

Durch das Teilen von Inhalten, wie News, Links oder Bilder, auf der Firmenseite, werden Links generiert, die auf die eigene Homepage verweisen. Dass eine große Anzahl dieser Links ein wichtiges Qualitätsmerkmal für Google ist und die Platzierung in den Suchmaschinen maßgeblich beeinflusst, ist bekannt. Bei Facebook können diese Links ganz einfach erzeugt werden, mit etwas Glück werden eingestellte Beiträge sogar zusätzlich kommentiert und geteilt, wodurch sich die Anzahl der Links ganz von allein erhöht.

2. Werbeeffekte

Verfügt man als Firma über ein interessantes Produkt und über genügend aktive Personen auf der firmeneigenen Seite im sozialen Netzwerk, lässt sich die Plattform für glaubwürdige und effektive Werbung nutzen; und das völlig kostenlos.

Der Mensch ist inzwischen gegenüber Werbung stets misstrauisch, weil er es gewohnt ist, dass sich jedes Produkt als das beste seiner Klasse darstellt. Wird ein Produkt jedoch über ein soziales Netzwerk von Freunden empfohlen, hat dies eine tiefgreifendere Wirkung. Da die Empfehlung von Freunden, also von Menschen kommt, die der potentielle Kunde schätzt, entfällt die Skepsis. Dem Produkt wird also von vornherein mehr Vertrauen entgegen gebracht, was sich natürlich positiv auf die Kaufbereitschaft auswirkt.

Steigende Bedeutung von Google+

Häufig wird der Fokus bei SMO auf Facebook gelegt, was aufgrund der Dominanz des Netzwerks nicht verwunderlich ist. Jedoch lässt sich beobachten, dass Google+ hinsichtlich der Mitgliederzahlen immer mehr zum Social-Media-Primus aufschließt und es mehren sich die Zeichen, dass sich dieser Trend mindestens fortsetzen, vielleicht sogar verstärken wird:

  • Besitzer der Google-Glasses bekommen etwa automatisch ein Google+-Profil erstellt, was dem Netzwerk noch einmal einen ordentlichen Schub bei den Nutzerzahlen bescheren sollte. Außerdem zeigt Google großes Interesse daran zukünftig weitere Anreize für eine Anmeldung zu setzen.
  • Das Snippet rel=author ermöglicht die Verknüpfung eines Google+-Accounts mit einer Webseite. In Folge dessen werden die Suchergebnisse zu der jeweiligen Seite stets mit einem kleinen Bild des Autoren versehen, wodurch sie sich aus der Masse hervorheben. Somit wird ein Klick wahrscheinlicher und die Anmeldung für werbetreibende Personen immer attraktiver, vielleicht sogar bald obligatorisch.
  • Sollte die Verbreitung von Google+ weiterhin zunehmen, könnte es sein, dass die Links aus dem eigenen sozialen Netzwerk im Suchalgorithmus bald deutlich stärker berücksichtigt werden.

Des Weiteren hat es bei Projekten von Google beinahe Tradition, dass sie behäbig anlaufen, danach aber durchschlagenden Erfolg haben. Der Mailingdienst Googlemail ist hier ein gutes Beispiel, aber auch die Suchmaschine selbst, brauchte einige Zeit, um sich als unangefochtene Nummer Eins zu etablieren.

Fazit

Um seine Webseite bestmöglich im Internet zu präsentieren, kommt man inzwischen an der Optimierung seines Social-Media-Auftritts nicht mehr vorbei. Zu groß sind die Vorteile, die eine gute Präsenz, vor allem auf Facebook, zukünftig wahrscheinlich ebenso auf Google+, mit sich bringt. Bei all dem Hype um SMO sollte man jedoch nicht die klassischen SEO-Tugenden vergessen. Die Suchmaschinenoptimierung hat noch lange nicht ausgedient, sie befindet sich lediglich im Wandel.

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